Löwenzahnhonig
(für ca. 5 Liter)

- 5 kg Zucker
- 7,5 g Zitronensäure
- 2 Liter Löwenzahnblüten

Die Löwenzahnblüten mit ca. 2,5 Liter kochendem Wasser übergießen und rund 24 Stunden ziehen lassen. Nach 24 Stunden die Blüten im Sud 45 Minuten köcheln lassen, anschließend abseihen. Vom abgeseihten Sud genau 2 Liter erneut zum Kochen bringen, den Zucker und die Zitronensäure beigeben und 15 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit auf keinen Fall umrühren, da es sehr leicht überkocht (mit der Hitze zurückgehen). Nun den Schaum von der Oberfläche abschöpfen und den Honig heiß in saubere Gläser füllen; sofort luftdicht verschließen.

Fichtenwipferlhonig
(für ca. 5 Liter)

- 5 kg Zucker
- 7,5 g Zitronensäure
- 2 Liter junge Triebe der Fichte

Die jungen Fichtentriebe mit ca. 3,5 Liter kochendem Wasser übergießen und rund 24 Stunden ziehen lassen. Nach 24 Stunden die Triebe im Sud ca. 4 Stunden köcheln lassen, anschließend abseihen. Vom abgeseihten Sud genau 2 Liter erneut zum Kochen bringen, den Zucker und die Zitronensäure beigeben und 15 Minuten köcheln lassen. In dieser Zeit auf keinen Fall umrühren, da es sehr leicht überkocht (mit der Hitze zurückgehen). Nun den Schaum von der Oberfläche abschöpfen und den Honig heiß in saubere Gläser füllen; sofort luftdicht verschließen.

Kräutersalz

- 1 kg Meersalz
- 17 g Majoran (getrocknet)
- 27 g Basilikum (getrocknet)
- 12 g Thymian (getrocknet)
- 8 g Salbeiblätter (getrocknet)
- 1 Knoblauchzehe

Die Kräuter zerkleinern, die Knoblauchzehe fein zerhacken; mit dem Salz vermischen und in Gläser füllen.

Latschenkieferlikör
28 Vol. % (für 5 Liter)

- 1.474 ml Weingeist 95 Vol. %
- 2.576 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser
- 950 ml Invertzucker (Zubereitung siehe unten)
- 25 junge Zapfen der Latschenkiefer (Sammelzeit: Mitte bis Ende Juli)
- Schale einer unbehandelten Zitrone
- 15 Gewürznelken

Das Wasser wird dem Weingeist beigegeben; dabei sollten Wasser und Weingeist die gleiche Temperatur (Zimmertemperatur) haben. Nun die Zapfen der Latschenkiefer in Scheiben schneiden und dem verdünnten Alkohol beigeben. Die Zapfen der Latschenkiefer können Sie auch einfrieren, damit Sie diese das ganze Jahr über vorrätig haben. Sollten Sie gefrorene Zapfen verwenden, müssen diese in gefrorenem Zustand zerkleinert und dem verdünnten Alkohol beigegeben werden. Nun das Gefäß luftdicht verschließen und etwa 14 Tage stehen lassen; ab und zu umrühren. Nach 14 Tagen mit einem Kartoffelschäler die Schale von der Zitrone abschälen (Achtung: die weiße, darunter liegende Schicht nicht verwenden, da bitter), dem Alkohol zugeben und das verschlossene Gefäß etwa 14 Tage stehen lassen; ab und zu umrühren. Nach 14 Tagen werden Zapfen und Zitrone abgeseiht, die flüssige Zuckerlösung (Invertzucker) wird in den Alkohol eingerührt. Nun werden die Gewürznelken zugegeben und für 3 Wochen im Likör belassen. Nach 3 Wochen erneut abseihen und den fertigen Likör in Flaschen füllen.
Anstelle der Zapfen der Latschenkiefer können Sie auch entsprechend viele junge Zapfen der Waldkiefer (pinus sylvestris) oder der Zirbelkiefer (pinus cembra) verwenden.

Invertzucker
(für 1 Liter)

- 1 kg Zucker
- 1 g Zitronensäure
- 450 ml Wasser

Das Wasser erhitzen, unter Rühren Zucker und Zitronensäure beigeben, 15 Minuten köcheln lassen, in ein Gefäß füllen und abkühlen lassen.

Holunderblütensirup
(für 10 Liter)

- 200 g frische Holunderblüten
- 7,2 kg Zucker
- 7,2 Liter Wasser
- 165 g Zitronensäure
- Scheiben einer unbehandelten Zitrone

Das Wasser aufkochen, in das noch heiße Wasser Zucker und Zitronensäure geben; anschließend umrühren, damit sich der Zucker gut auflöst. Sobald das Zuckerwasser kalt ist, Holunderblüten und Zitronenscheiben beigeben; nun das Gefäß zudecken und 5 Tage lang stehen lassen; ab und zu umführen. Nun abseihen und in Flaschen füllen. Dieser Sirup sollte zum Trinken mit Wasser im Verhältnis 1:6 verdünnt werden.

Spitzwegerichsirup
(für 1 Liter)

- 720 ml Spitzwegerichsaft
- 2 g Zitronensäure
- 720 g Zucker

Die jungen, frischen Blätter des Spitzwegerichs werden gesammelt, mit einem Mixer zu Mus verkleinert und anschließend ausgepresst. Der dabei gewonnene Saft wird erwärmt, anschließend Zucker und Zitronensäure beigeben. 15 Minuten köcheln lassen. Nun den Schaum an der Oberfläche abschöpfen, abseihen und heiß in kleine Flaschen (100 bis 200 ml) füllen. Sofort luftdicht verschließen. Dieser Sirup ist ein uraltes Hausmittel bei Husten; er wird teelöffelweise eingenommen. Die Haltbarkeit beträgt ungefähr 6 Monate. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren.

Salben

Was Salben von Cremen unterscheidet, ist das Fehlen der Wasserpahse. Man benötigt deshalb auch keinen Emulgator. Salben geben der Haut keine Feuchtigkeit, sondern dienen vor allem pflegenden und heilenden Zwecken. Sie bestehen aus Bienenwachs und Kakaobutter als Konsistenzgeber und Öl als Wirkstoffträger. Anstelle eines Ölauszugs kann auch tropfenweise (siehe Rezepte) ätherisches Öl verwendet werden. Weil Salben in der Herstellung recht einfach sind, bieten sie sich für den Einstieg in das Selbermachen von kosmetischen Produkten an.
Da eine Salbe kein Wasser enthält, ist sie im verschlossenen Glas mindestens ein Jahr haltbar. Es ist zu empfehlen, die Tiegel im Kühlschrank aufzubewahren.

Wacholdersalbe
(für ca. 10 Tiegel á 30 ml)

225 ml Olivenöl
40 g Kakaobutter
40 g Bienenwachs
4 ml Weizenkeimöl
11 ml ätherisches Fichtennadelöl
11 ml ätherische Lavendelöl
19 ml ätherisches Wacholderöl

iOlivenöl, Johannisöl, Kakaobutter, Bienenwachs und Weizenkeimöl sind die Salbengrundlage; diese Zutaten werden bei geringer Hitze geschmolzen und gründlich verrührt; in diese Grundlage die ätherischen Öle einrühren. In Tiegel abfüllen und gut verschließen.
Die Wacholdersalbe ist zu empfehlen bei Rheuma-, Gelenks- und Muskelschmerzen.

Thymiansalbe
(für ca. 10 Tiegel á 30 ml)

225 ml Thymianölauszug
40 g Kakaobutter
40 g Bienenwachs
4 ml Weizenkeimöl
5 ml ätherisches Zitronenöl

Die Thymiansalbe wirkt bei Akne, unreiner und fettiger Haut pflegend und entzündungshemmend.

Ringelblumensalbe
(für ca. 10 Tiegel á 30 ml)

225 ml Ringelblumenölauszug
40 g Kakaobutter
40 g Bienenwachs
4 ml Weizenkeimöl
7 ml Lavendelöl

Die Ringelblumensalbe ist zu empfehlen bei schlecht heilenden Wunden, Nagelbettentzündungen, Verstauchungen, Verrenkungen und Muskelschmerzen.

Zirbelkiefersalbe
(Brustbalsam) (für ca. 10 Tiegel á 30 ml)

225 ml Olivenöl
40 g Kakaobutter
40 g Bienenwachs
4 ml Weizenkeimöl
5,5 ml ätherisches Pfefferminzöl
11 ml ätherisches Fichtennadelöl
26 ml ätherisches Zirbelkieferöl
1,3 g Kampfer

Olivenöl, Kakaobutter, Bienenwachs und Weizenkeimöl sind die Salbengrundlage; diese Zutaten werden bei geringer Hitze geschmolzen und gründlich verrührt; den Kampfer ganz leicht erwärmen, dann das ätherische Öl untermischen (dabei vom Herd nehmen); zuletzt die Salbengrundlage untermengen. In Tiegel füllen und gut verschließen.
Diese Salbe kann als Brustbalsam bei Erkältungskrankheiten verwendet werden.

Cremen

Im Gegensatz zu Salben bestehen Cremen aus einer Fett- und einer Wasserphase. Die Fettphase besteht aus Bienenwachs als Konsistenzgeber, Öl und dem Emulgator Tegomuls. Tegomuls wird aus Rinderfett gewonnen und in der Lebensmittelindustrie, z.B. für Backwaren oder Eiscremen verwendet. Tegomuls bekommt ist in einschlägigen Fachgeschäften erhältlich. Emulgatoren sorgen dafür, daß sich die Fettphase mit der Wasserphase verbindet. Eine Creme ist also eine Emulsion, d. h. eine Verbindung von Fett und Wasser. Emulsionen kommen in der Natur sehr häufig vor (z.B. Milch). Selbst hergestellte Cremen sind einige Monate haltbar; immer im Kühlschrank aufbewahren!

Herstellung

Die Fettphase: Pflanzen-Öl-Auszug, Emulgator, Bienenwachs und evtl. Kakaobuttter in einem Gefäß im Wasserbad schmelzen und auf 60 bis 70 °C erwärmen
Die Wasserphase: Pflanzen-Wasser-Auszug (Tee) im Wasserbad auf 60 bis 70 °C erwärmen.
Nun wird das Gemisch zu einer Emulsion zusammen geschüttelt.
Ist die Creme auf ungefähr 30 bis 40 °C abgekühlt, gibt man ätherisches Öl bei.

Handcreme mit Kamille und Salbei
(für ca. 5 Tiegel á 30 ml)

  1. Fettphase
    30 g Salbeiölauzug
    10 g Kakaobutter
    10 g Tegomuls
  2. Wasserphase
    100 g Wasserauszug (Salbeitee)

    Ätherisches Öl
    4 Tropfen Kamillenöl

Zubereitung:
Fett- und Wasserphase getrennt zubereiten (Wasserbad). Bei ca. 70 °C zusammenschütten; Gefäß verschließen und ein paar Minuten lang schütteln bis eine milchige Flüssigkeit entstanden ist. Nachdem die Flüssigkeit etwas abgekühlt ist (30 – 40 °C) ätherisches Öl dazugeben und nochmals schütteln. Anschließend in Tiegel füllen und diese verschließen.

Handcreme mit Lindenblüten und Rosenblüten
(für ca. 5 Tiegel á 30 ml)

  1. Fettphase
    30 g Schafgarben-Öl-Auszug
    10 g Kakaobutter
    10 g Tegomuls
  2. Wasserphase
    100 g Lindenblüten-Wasser-Auszug

    Ätherisches Öl
    8 Tropfen Rosenholzöl

Zubereitung: siehe Handcreme mit Kamille und Salbei.

Eine selbst hergestellte Creme nach diesem Rezept sollte im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie hat dort eine Haltbarkeit von ca. 6 Monaten.