Tee
Die Heilpflanzen werden mit siedendem Wasser übergossen und dann 10 bis 15 Minuten ziehen gelassen. Die Pflanzen müssen genügend zerkleinert sein (besonders bei Wurzeln).

Umschläge, Bäder
Für ein Vollbad werden 100 bis 300 g Heilpflanzen mit 2 bis 3 l kochendem Wasser übergossen und nach dem Ziehen dem Badewasser zugesetzt. Auch für Umschläge werden unverdünnte Aufgüsse nach der gewünschten Abkühlung verwendet.

Frische Pflanzenteile
Besonders Gewürzpflanzen (Rosmarin, Majoran, Basilikum usw.) enfalten in frischem Zustand ihre größte Würzkraft.

Tinkturen
Tinkturen werden innerlich oder äußerlich angewendet. Man stellt sie her, indem die Pflanzen in Alkohol angesetzt werden. Man nimmt üblicherweise 100 g zerkleinerte Pflanzenteile auf einen Liter 70prozentigen Weingeist. Die Pflanzenteile kommen in ein gut verschließbares Gefäß aus braunem oder grünem Glas, werden mit dem Weingeist übergossen und für drei bis vier Wochen an einen dunklen Ort gestellt.

Ölauszüge
Die kleingeschnittenen und getrockeneten Blüten, Blätter oder Kräuter (Ausnahme Johanniskrautblüten – diese werden frisch verwendet) werden locker in eine Flasche mit weitem Hals gefüllt und anschließend mit einem guten, kaltgepressten Öl übergossen; es dürfen keine Pflanzenteile aus dem Öl herausragen (Schimmelpilzgefahr!). Die gut verschlossene Flasche wird für rund drei Wochen an einen warmen Ort gestellt. Alle ein bis zwei Tage sollte die Flasche behutsam, aber kräftig geschüttelt werden. Nach drei Wochen wird sie geöffnet und das Öl durch ein sehr feines Sieb abgegossen.

Kräutersäckchen
Kleine Säckchen werden mit verschiedenen Heilkräutern gefüllt.

Heilkräuterweine
Heilkräuter werden in leichte neutrale Weine eingelegt.